Herz-Check-up – Herz-Kreislauf-Risiken erkennen, bevor Beschwerden entstehen
Die meisten Herzinfarkte und Schlaganfälle entstehen nicht von heute auf morgen.
Veränderungen an den Blutgefäßen entwickeln sich häufig über viele Jahre – meist unbemerkt.
Viele Betroffene fühlen sich gesund, treiben Sport und haben keine Beschwerden.
Dennoch können bereits erste Gefäßveränderungen oder bislang unerkannte Risikofaktoren vorliegen. Genau hier setzt ein strukturierter Herz-Check-up an.
Ziel ist nicht, möglichst viele Untersuchungen durchzuführen.
Ziel ist es, das persönliche Herz-Kreislauf-Risiko möglichst genau einzuschätzen und dort genauer hinzusehen, wo eine normale Vorsorge an ihre Grenzen stößt.
Was gehört zu einem Herz-Check-up?
Herzultraschall Mit der Ultraschalluntersuchung des Herzens lassen sich Herzklappen, Herzmuskel und Pumpfunktion beurteilen.
Viele Veränderungen können erkannt werden, lange bevor sie Beschwerden verursachen.
Belastungs-EKG:
Das Belastungs-EKG zeigt, wie Herz und Kreislauf unter körperlicher Anstrengung reagieren. Neben der Leistungsfähigkeit können Belastungsrhythmusstörungen oder Hinweise auf eine Durchblutungsstörung des Herzens sichtbar werden.
Langzeit-EKG:
Manche Herzrhythmusstörungen treten nur gelegentlich auf und sind im normalen Ruhe-EKG nicht nachweisbar. Ein Langzeit-EKG zeichnet den Herzrhythmus über 24 Stunden auf und kann solche Veränderungen erfassen.
Ultraschall der Halsschlagadern:
Die Halsschlagadern versorgen das Gehirn mit Blut. Mit einer Ultraschalluntersuchung lässt sich erkennen, ob bereits Gefäßverkalkungen (Plaques) entstanden sind. Gerade diese Untersuchung liefert häufig einen besonders anschaulichen Eindruck vom tatsächlichen Gefäßalter und kann helfen, das persönliche Herz-Kreislauf-Risiko realistischer einzuschätzen.
Laboranalysen:
Neben den klassischen Blutfetten bestimmen wir auf Wunsch auch Lipoprotein(a) und Apolipoprotein B (ApoB). Lipoprotein(a) ist ein überwiegend genetisch bestimmter Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall, der mit den üblichen Cholesterinwerten nicht erkannt wird. Apolipoprotein B beschreibt die Anzahl der gefäßschädigenden Lipoprotein-Partikel im Blut und kann das Herz-Kreislauf-Risiko häufig präziser abbilden als das LDL-Cholesterin allein.
Für wen ist ein Herz-Check-up sinnvoll?
Ein Herz-Check-up kann insbesondere sinnvoll sein, wenn Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Familie vorkommen, bei erhöhtem Cholesterin oder Bluthochdruck, bei Diabetes oder Rauchen, wenn Unsicherheit über das persönliche Risiko besteht, oder einfach dann, wenn Sie wissen möchten, wie es Ihrem Herz und Ihren Gefäßen heute tatsächlich geht.
Unser Ansatz:
Ein guter Herz-Check-up besteht nicht nur aus Untersuchungen.
Entscheidend ist die ärztliche Einordnung aller Befunde.
Erst das Zusammenspiel aus Ultraschall, EKG-Diagnostik, Laborwerten und persönlicher Beratung ermöglicht eine individuelle Risikoeinschätzung und gegebenenfalls Empfehlungen zur Vorbeugung.
Nicht jeder auffällige Befund bedeutet eine Erkrankung. Und nicht jeder unauffällige Cholesterinwert bedeutet automatisch Entwarnung.
Genau deshalb betrachten wir alle Ergebnisse im Zusammenhang.
Weitere Informationen:
Den Herz-Check-up führen wir in unserer hausärztlichen Praxis in Freiburg durch.
Welche Untersuchungen enthalten sind und wie der Ablauf aussieht, finden Sie auf unserer Übersichtsseite Check-up.